«Damals und heute – 10 Jahre Hotel Grischa.»

Von Holland nach Davos – Im Interview erzählt Maurice Parrée, was ihn nach Davos gezogen hat, wie er und seine Familie Besitzer des Hotels Grischa wurden, wie sich das Hotel in den letzten 10 Jahren verändert hat und was sein absolutes Highlight in diesen 10 Jahren war. Und natürlich durfte die Frage nicht fehlen: «Warum sollte ich als Gast ins Hotel Grischa kommen».

Das ausführliche Interview kannst du hier nachlesen:

Liebe Familie Parrée, wie und wann habt ihr Davos kennengelernt?
Gemeinsam mit meinen Eltern und meiner Schwester bin ich als langjähriger Feriengast bereits seit 1981 (ich war damals 13 Jahre alt) nach Davos gekommen. Damals war ich Eisschnellläufer und daher auch im Winter in Davos im Trainingslager. Gegen Ende der 90er-Jahre hatte ich dann das Gefühl, hier eine zweite Heimat gefunden zu haben.
Ich habe sehr viel Sport betrieben – eigentlich meine ganze Familie. Ich war im Junioren-Team für Eisschnelllauf und somit jeden Tag am Trainieren. Nach dem Training bin ich meist noch Skifahren oder Langlaufen gegangen. Meine Leidenschaft zum Wintersport war so intensiv, dass ich viel lieber in Davos bleiben wollte, als wieder zurück nach Holland zu reisen.

Meine Familie war seit 1981 Stammgast im Hotel Terminus – mit dem damaligen Eigentümer Sigi Ritter. 2007 teilte er uns mit, dass er den Hotelbetrieb verkaufen möchte. Mein Vater und ich erfüllten uns den Traum: Wir erwarben das Hotel inklusive dem Nachbarbetrieb Hotel Caprice. Nach einer langen Umbauphase wurde das Hotel Grischa 2011 feierlich eröffnet.

Von Niederlanden in die Schweiz – Wie ist deine Geschichte?
Es gibt landschaftlich keinen grösseren Unterschied zwischen dort, wo wir herkommen und der Bergwelt, wo wir jetzt leben. Uns haben das Klima, die Natur und die Vielfalt von Davos immer fasziniert.
Wir durften in Davos Ferien machen – ein grosses Privileg. Und nun hier zu leben – damit ist ein Traum für uns in Erfüllung gegangen. Es gibt nur einen Nachteil: uns fehlen die Verwandtschaft und unsere Freunde aus Holland. Dafür haben wir in den letzten 12 Jahre viele neue, interessante Menschen kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen.

Die Integration in Davos war für uns problemlos und hat richtig Spass gemacht, wir haben uns immer sehr willkommen gefühlt. Seit Februar 2020 sind wir auch Davoser Bürger und haben somit die Schweizer Nationalität erworben.

Als wir mit der Familie 2008 nach Davos zogen, waren unsere Kinder Julian und Vincent 5 und 3 Jahre alt. Geboren in den Niederlanden, in einem schönen Dorf im flachen Nord-Holland. Jetzt sind sie beide aus der Primarschule und gehen ihren Weg als echte «Davoser» Kinder.

Viele Kinder, welche in Davos geboren und aufgewachsen sind, möchten nach ihrer Schulzeit mal die Welt entdecken und gehen reisen, sie studieren oder arbeiten in anderen Teilen der Welt. Das ist auch richtig so und hilft bei der Entwicklung der Persönlichkeit und das Finden der eigenen Werte und Interessen.

Wir können uns gut vorstellen, dass unsere Kinder eines Tages auch aus Davos wegziehen werden. Wir sind aber fast sicher, dass sie auch wieder zurückkehren werden, so wie viele einheimische Davoser Kinder vor Ihnen. Wenn man die Welt draussen besser kennenlernt, schätzt man erst recht die unglaubliche Lebensqualität von Davos.

Was waren eure Beweggründe ein Hotel zu übernehmen und zu führen?
Wir wollten schon seit 1981 etwas in Davos unternehmen, weil uns die Lebensqualität sehr gefiel und das Potential von Davos klar war. Die Hotellerie und Gastronomie haben uns immer – aus Sicht als Gast – fasziniert. Wir kommen aus der Immobilienwelt in Amsterdam und haben daher auch immer Immobilien in ganz Europa angeschaut. Beim Reisen sahen wir auch immer wieder viel Verbesserungspotential bei den Unterkünften, wo wir unsere Ferien verbrachten.
«Das können wir besser», meinten wir, und so ist das Hotel Grischa zu Stande gekommen.

Wie sah das Hotel vor 10 Jahren aus und was habt ihr am Beginn alles geändert?
Das Hotel Grischa gibt es erst seit Winter 2010/11. Vor dem Umbau waren auf diesem Grundstück das Hotel Terminus und das Hotel Caprice. Wir haben beide Hotels komplett renoviert und sämtliche Anlagen ersetzt.
Die bestehenden Häuser wurden sozusagen ausgehöhlt und von innen komplett neu, mit hauptsächlich einheimischen Firmen ausgebaut. Grosse Aufmerksamkeit lag dabei auf der Nachhaltigkeit und Langlebigkeit der Baumaterialen und Anlagen. Die beiden Häuser Caprice und Terminus wurden in zwei Bauetappen miteinander verbunden und schlussendlich im Gesamtkonzept zum Hotel Grischa umgewandelt. Das totale Investitionsvolumen für das Hotel Grischa betrug rund CHF 40 Mio.

10 Jahre Hotel Grischa – Was ist in den letzten 10 Jahren alles passiert? Was waren die grössten Veränderungen und was war das absolute Highlight?
Das Hotel Grischa ist in 10 Jahren ein fester Bestandteil der Davos Hotellerie und Gastronomie geworden. Eines der führenden Häuser in der 4* Superior Kategorie, genauso wie wir das ursprünglich geplant hatten.
Was sich aber extrem verändert hat, ist das wirtschaftliche und touristische Umfeld. Als wir in 2008 die Immobilien kauften, war der Euro noch CHF 1.65 wert. Heute ist der Wert nur noch CHF 1.08. Die Wirtschaftskrise ab Ende 2008 und die Eurokrise ab 2011 hatten brutale Folgen für uns als junges Hotel. Wir mussten plötzlich mit sinkenden Logiernächten und tieferen Preisen rechnen. Das hat weh getan und tut es eigentlich immer noch.
Ein absolutes Highlight ist die Entwicklung des Teams. Zusammen mit Hoteldirektor der ersten Stunde, Cyrill Ackermann, haben wir 2020 das beste Grischa-Team je. Wir können heute auf viele einheimische Mitarbeitende zählen, die gut miteinander harmonieren, unsere Positionierung als Hotel für Aktive und Geniesser leben, für den Gast alles geben und stolz auf das Grischa sind. Das ist unsere grösste Leistung.

Warum sollte ich im Hotel Grischa Ferien machen? ☺
Im Hotel Grischa Ferien machen soll, wer:

  • An bester Lage in Davos eine moderne, komfortable und urban gestylte Unterkunft haben will, wo Nachhaltigkeit und ökologisches Bewusstsein grossgeschrieben werden.
  • Es liebt, wenn man ihm familiär und informell begegnet.
  • Ein Gastronomie-Geniesser ist, der internationale und lokale kulinarische Highlights mit geschmacklichen Überraschungen liebt und ein gutes Glas Wein oder einen Cocktail dazu trinken möchte.
  • Aktiv ist und seine Freizeit unter Gleichgesinnten in einem tollen Ambiente verbringen möchte.
  • Es bevorzugt in einem lebendigen Hotel, umgeben von Einheimischen und Gästen, die Vielfalt von Davos kennenzulernen.